Das EAC Zertifikat der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ist ein offizieller Nachweis dafür, dass die Produkte den harmonisierten technischen Vorschriften, den sogenannten technischen Regelwerken der teilnehmenden Länder der EAWU entsprechen. Die Produkte, deren Konformität mit den technischen Regelwerken durch das Zertifikat der EAWU bescheinigt wird, dürfen im ganzen Zollgebiet der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion frei über die Grenzen bewegt und verkauft werden.

Die EAC Deklaration der Eurasischen Wirtschaftsunion ist ein Nachweis dafür, dass die Produkte den Mindestanforderungen der technischen Regulierung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) entsprechen. Eine EAC Deklaration wird durch den Hersteller, Importeur oder eine bevollmächtigte Person erstellt und in das einheitliche Register eingetragen. Die Produkte, deren Konformität mit den technischen Regelwerken durch die Deklaration bescheinigt wird, dürfen im ganzen Zollgebiet der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion frei über die Grenzen bewegt und verkauft werden.

Das EAC Zertifikat darf nur nach einer Qualitätsprüfung, welche durch eine unabhängige, in einem Mitgliedstaat der Eurasischen Wirtschaftsunion akkreditierten Zertifizierungsstelle erfolgt, ausgestellt werden. Die Zertifizierung wird auf der Basis von technischen Unterlagen, unternehmensinternen Prüfprotokollen bzw. von akkreditierten Prüflaboren bereitgestellten Prüfprotokollen, sowie gegebenenfalls auf Grundlage eines Produktionsaudits vor Ort durchgeführt. Das Zertifikat wird auf einem amtlichen Vordruck gedruckt, welcher über mehrere fälschungssichere Elemente verfügt und durch die Unterschrift und das Siegel einer akkreditierten Stelle beglaubigt wird. Das EAC Zertifikat wird in der Regel für "komplexe" Produkte ausgestellt, die eine aufwendigere Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden erfordern.


Die EAC Deklaration ist eine Konformitätserklärung des Herstellers, Importeurs oder bevollmächtigten Vertreters darüber, dass das Produkt den Mindestanforderungen der technischen Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion entspricht. Im Unterschied zum EAC Zertifikat wird die EAC Deklaration vom Hersteller bzw. Importeur angefertigt. Alle notwendigen Prüfungen und Analysen werden entweder vom Hersteller oder in einigen Fällen vom Labor durchgeführt. Der Antragsteller stellt die EAC Deklaration selbst auf einem normalen Blatt Papier aus. Die EAC Deklaration muss von dem bevollmächtigten Vertreter oder einer akkreditierten Zertifizierungsstelle eines Mitgliedstaats der Eurasischen Wirtschaftsunion in das einheitliche Register der EAWU eingetragen werden.

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EAC Zertifikate und Deklarationen gelten in allen Mitgliedsstaaten der EAWU: Russland, Weißrussland (Belarus), Kasachstan, Armenien und Kirgisistan.

Die Zollunion wurde im Jahr 2010 zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan gegründet. Dies bedeutete die Abschaffung der Binnengrenzen sowie eine freie Bewegung von Gütern, Dienstleistungen, Kapital und Arbeit. Die nächste Stufe der Integration stellte die Gründung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) am 1. Januar 2015 dar. Zu der EAWU gehören fünf Staaten: Russland, Belarus, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan.

Nach dem Inkrafttreten der technischen Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion wurden schrittweise die bisherigen nationalen Regeln der technischen Regulierung wie GOST außer Kraft gesetzt. GOST Zertifikate oder Deklarationen gelten nur in Russland. GOST wird heute nur noch für einige wenige Produkte benötigt, welche von den technischen Regelwerken der EAWU nicht erfasst sind. Der GOST Pflichtzertifizierung beim Export nach Russland unterliegen alle Produkte die in der Regierungsanordnung vom 1. Dezember 2009 № 982 aufgeführt sind. Die Liste der nach GOST zertifizierungspflichtigen Produkte enthält über 100 Warengruppen, für welche eine obligatorische GOST Zertifizierung oder GOST Deklarierung erforderlich ist.

Das TR Zertifikat ist eine offizielle Bestätigung dafür, dass die Produkte den Anforderungen der nationalen Technischen Regelwerke in Russland entsprechen. Nach der in Russland durchgeführten Reform der technischen Regulierung, sollten die Technischen Regelwerke das veraltete GOST System, welches den modernen Anforderungen nicht mehr entsprach, ersetzen und den Zertifizierungsprozess wesentlich vereinfachen. Nach dem Inkrafttreten des Beschlusses der Mitgliedsländer der Eurasischen Wirtschaftsunion über die Harmonisierung der nationalen Sicherheitsstandards am 18.06.2010 wurden viele russische Regelwerke durch die technischen Regelwerke der EAWU ersetzt. Die nationalen Regelwerke gelten nur für die Bereiche, für die es noch keine Regulierung seitens der EAWU gibt, wie z.B. das technische Regelwerk “Über Sicherheit von Blut und Bluterzeugnissen” oder TR №123 “Über Anforderungen zum Brandschutz”.

Während GOST und TR nur in Russland anerkannt werden, sind die EAC Konformitätsnachweise in allen Mitgliedstaaten der EAWU gleichermaßen gültig. Zu den EAC Konformitätsnachweisen zählt die EAC Deklaration sowie das EAC Zertifikat.

Der GOST Pflichtzertifizierung beim Export nach Russland unterliegen alle Produkte, die in der Regierungsanordnung vom 1. Dezember 2009 № 982 erfasst sind. Die Liste der nach GOST zertifizierungspflichtigen Produkte enthält über 100 Warengruppen, für welche eine obligatorische Zertifizierung erforderlich ist. Darunter fallen beispielsweise Kabel, Sportwaffen, Jagdwaffen, Stahlseile etc.

EAC ist die Abkürzung für Eurasian Conformity und bezeichnet ein System der Konformitätsbewertung, welches mit dem europäischen CE Verfahren vergleichbar ist. Bei dem EAC-Zeichen handelt es sich um ein Konformitätszeichen, welches nur auf den Produkten angebracht werden darf, welche allen Anforderungen der technischen Regulierung der Eurasischen Wirtschaftsunion entsprechen. Nur in diesem Fall können die Produkte in das Gebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion importiert und dort verkauft werden.

TR ZU steht für “technische Regelwerke der Zollunion”. TR CU ist die entsprechende englische Variante und bedeutet “technical regulation of the customs union”. TR EAWU wiederum steht für “technische Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion”.

Beide Bezeichnungen beschreiben ein und desselben Prozess der Konformitätsbewertung, wobei beide Begriffe eine unvollständige Übersetzung darstellen. Im Jahr 2011 wurden auf dem Territorium von Russland, Weißrussland, Kasachstan, und später noch in Armenien und Kirgisistan die einheitlichen und gemeinsamen technischen Vorschriften eingeführt, die als „technische Regelwerke der Zollunion“, oder abgekürzt als TR ZU bezeichnet werden. Es wurde ähnlich wie das CE-Zeichen auch das einheitliche Konformitätszeichen der Zollunion eingeführt. Dieses Zeichen besteht aus drei stilisierten Buchstaben "EAC" als Abkürzung für «EurAsian Conformity».

Daraus folgt, dass die Begriffe „EAC Zertifikat“ und “TR ZU Zertifikat“ synonym verwendet werden können. Die korrekte und vollständige Bezeichnung des Verfahrens der Konformitätsbewertung lautet jedoch eigentlich "Bestätigung der Konformität mit den technischen Regelwerken der Zollunion”. In Anbetracht der Länge des Namens ist es aber nicht verwunderlich, dass die Bezeichnung als „TR ZU Zertifizierung“ oder „EAC Zertifizierung“ umgangssprachlich abgekürzt wurde. Strenggenommen wäre in diesem Kontext der Begriff „Zertifizierung“ eigentlich falsch, da es zwei obligatorische Konformitätsbewertungsverfahren gibt: die Deklarierung (Konformitätserklärung) und Zertifizierung.

Ein wichtiger Schritt im Zuge der wirtschaftlichen Integration zwischen Russland, Weißrussland und Kasachstan ist die Harmonisierung der technischen Vorschriften. Diverse nationale Vorschriften wie GOST-R und TR in Russland, STB in Weißrussland oder die kasachischen GOST-K Normen werden durch die für alle Mitglieder der Eurasischen Wirtschaftsunion verbindlichen und einheitlichen technischen Regelwerke ersetzt. Ziel ist es auch, die technische Regulierung der EAWU mit den europäischen Standards in Einklang zu bringen. Die technischen Regelwerke stellen dabei die Mindestanforderungen an die Sicherheit der Produkte. Die Konformität mit den Regelwerken wird durch eine EAC Zertifizierung, EAC Deklarierung oder staatliche Registrierung nachgewiesen.

Bis jetzt sind 48 technische Regelwerke verabschiedet worden. Die technischen Regelwerke wurden für die wichtigsten Produkte eingeführt, welche unter anderem den Bereichen Maschinenbau, Textilindustrie, chemische Produkte, Lebensmittel, Fahrzeuge und Möbel zuzuordnen sind. Produkte, für die noch keine technischen Regelwerke der EAWU erarbeitet wurden, unterliegen weiterhin der Konformitätsbewertung nach nationalen Normen und den Standards der technischen Regulierung des jeweiligen Mitgliedstaates.

Manche Produkte, die zum ersten Mal auf den Markt der EAWU eingeführt werden, und die unter eine der gültigen technischen Vorschriften fallen, müssen ihre Konformität mit dem entsprechenden technischen Regelwerk nachweisen. Die Produkte, deren Konformität bestätigt wurde, müssen mit dem EAC Zeichen markiert werden. Für manche Produkte gelten jedoch nicht nur die technischen Regelwerke, sondern auch andere Normen wie bspw. Brandschutz, Bauartzulassung, FSB Notifizierung etc.

Das EAC Zeichen ist ein Konformitätszeichen, das bescheinigt, dass die Produkte alle Anforderungen der harmonisierten technischen Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) erfüllen. Ziel ist der Schutz des menschlichen Lebens, der Gesundheit, der Umwelt, sowie das Vorbeugen gegen Täuschung des Käufers durch irreführende Informationen seitens des Herstellers. Alle Produkte, die das Konformitätsbewertungsverfahren erfolgreich durchlaufen haben, können mit dem EAC Zeichen markiert werden. Danach dürfen die Produkte in das Gebiet der EAWU importiert und dort verkauft werden. Die EAC-Kennzeichnung ist somit eine verbindliche Voraussetzung, um das Produkt auf den Markt der EAWU in Verkehr bringen zu können.

Alle Anforderungen an die Produktkennzeichnung (Angaben zum Produkt, seine Eigenschaften, Sonderzeichen) sind in den einschlägigen technischen Regelwerken, nach deren Vorschrift die EAC Deklaration oder das EAC Zertifikat ausgestellt wurde, festgehalten.

Nach geltendem Recht und in Übereinstimmung mit der technischen Regulierung der Wirtschaftsunion, darf nur ein im Hoheitsgebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion ansässiges Unternehmen die EAC Zertifizierung oder die Registrierung einer EAC Deklaration (EAC Konformitätserklärung) beantragen. Die Unternehmen, die sich außerhalb der Eurasischen Wirtschaftsunion befinden, zum Beispiel in Deutschland oder in anderen Ländern der EU, sind nicht berechtigt eine Konformitätsbewertung zu beantragen oder durchzuführen. Der Grund hierfür liegt darin, dass die Durchsetzung der Forderungen durch entsprechende russische Regulierungsbehörden zu Schwierigkeiten führen kann, wenn ausländische Unternehmen gegen Qualitäts- und Sicherheitsstandards verstoßen.
Dieses Problem können Sie umgehen, indem Sie die Dienste eines bevollmächtigten Vertreters in der Eurasischen Wirtschaftsunion in Anspruch nehmen.

Nur ein im Hoheitsgebiet der Eurasischen Wirtschaftsunion ansässiges Unternehmen darf die EAC Zertifizierung oder die Registrierung einer EAC Deklaration beantragen. Dafür muss ein Vertrag zwischen dem Hersteller und dem bevollmächtigten Vertreter zur Durchführung der EAC Zertifizierung oder der EAC Erklärung abgeschlossen werden. Der Vertrag gehört zu den Unterlagen, die für das Konformitätsbewertungsverfahren benötigt werden.

Bei der EAC Deklaration bestätigt der Hersteller selbst, dass sein Produkt den Mindestanforderungen entspricht. Im Falle der EAC Zertifizierung wird das Produkt durch ein akkreditiertes Prüfungslabor der Zollunion geprüft. Im Falle einer Serienproduktion wird ein Produktionsaudit seitens der zugelassenen Zertifizierungsstelle durchgeführt.

Es gibt unterschiedliche Schemen der Konformitätsbewertung. Jedes Schema legt fest, wie der Antragsteller vorgehen muss, damit die Konformität des Produktes bestätigt werden kann. Das Schema wird von der Zertifizierungsstelle oder vom Antragsteller bestimmt, je nachdem, ob das Produkt der EAC Zertifizierung oder EAC Deklarierung unterliegt. Bei der Bestimmung des Schemas der Konformitätsbewertung sind folgende Eigenschaften entscheidend: Produkteigenschaften, Art der Lieferung, Gefahrenpotenzial des Produktes und Involvierungsgrad der Zertifizierungsstelle oder des Prüflabors.

Damit die Produkte im Hoheitsgebiet der Zollunion erfolgreich verkauft werden können, muss der Hersteller die technischen Regelwerke (TR ZU oder TR EAWU) sorgfältig lesen. Im Regelwerk ist beschrieben, welche Produkte unter diese Verordnung fallen und welche nicht und in welcher Form die Konformität der Produkte bestätigt werden muss. Änderungen an den bestehenden Produktlisten, für die eine Konformitätsbestätigung erforderlich ist, werden auf der offiziellen Website der Zollunion, von der Eurasischen Wirtschaftskommission veröffentlicht. Wenden Sie sich an ein Unternehmen mit kompetenten Experten, die Sie beraten und die richtigen Empfehlungen geben können. Schmidt und Schmidt hilft Ihnen dabei, zu bestimmen, unter welche technische Regelwerke Ihr Produkt fällt.

Ja, es ist möglich unter der Voraussetzung, dass mindestens die ersten vier Ziffern der Zolltarifnummer gleich sind.

In der Deklaration oder im Zertifikat darf nur ein Hersteller angegeben werden. Weitere Produktionsstätten können als Niederlassungen im Anhang aufgelistet werden.

Es ist nicht möglich irgendeine Änderung am EAC Zertifikat oder an der EAC Deklaration vorzunehmen. Die einzige Möglichkeit ist ein neues EAC Zertifikat bzw. eine neue EAC Deklaration ausstellen zu lassen.
Es gibt jedoch Ausnahmen für die EAC Deklaration. Ein Antragsteller kann sich eine neue EAC Deklaration auf der Grundlage von bereits vorhandenen Prüfberichten ausstellen lassen, ohne ein komplettes Prozedere der Konformitätsbewertung erneut durchlaufen zu müssen. Die alte EAC Deklaration wird dabei zurückgezogen.

Dies ist nur in den folgenden Fällen möglich:

  • Verbesserung von Tippfehlern
  • Änderung der Rechtsform, des Standorts oder der Kontaktdaten des Antragstellers
  • Änderung der Rechtsform oder des Standorts des Herstellers
  • Änderung der Zolltarifnummer

Grundsätzlich muss nach Ablaufen der Gültigkeitsdauer ein neues Zertifikat oder eine neue Deklaration ausgestellt werden. Manchen technischen Regelwerke bieten jedoch die Möglichkeit das Dokument unter bestimmten Voraussetzungen zu verlängern. Dies ist nur für Zertifikate, nicht aber für Deklarationen anwendbar.

Eine Vollmacht vom Besitzer der Deklaration bzw. des Zertifikats (vom Hersteller oder seinem bevollmächtigten Vertreter in Russland) sowie eine Kopie der Konformitätsbescheinigung erteilen das Recht, diese zu benutzen.

Informationen zu den nationalen Register werden auf der offiziellen Website der Eurasischen Wirtschaftskommission präsentiert http://www.eaeunion.org/#. Der Bereich Services enthält Informationen zu den Ländern der Zollunion sowie Links zu Registern von Zertifizierungsstellen und akkreditierten Prüflabors. Jedes Land hat ein eigenes Register.

Sie können die Echtheit von Zertifikaten und Deklarationen in Russland im Register auf der Website des Föderalen Akkreditierungsbehörde (Rosakkreditazija) überprüfen. https://pub.fsa.gov.ru/ral.

Für die EAC Konformitätsbewertung müssen die Produkte in einem akkreditierten Labor auf dem Gebiet der Zollunion geprüft werden. Auf der Homepage von Rosakkreditazija können Informationen über zugelassen Labore nachgeschlagen werden https://fsa.gov.ru/use-of-technology/elektronnye-reestry/.

Für Produkte, die als Prüfmuster in das Gebiet der Zollunion eingeführt wurden, wird ein Schreiben des Prüflabors benötigt. Aus diesem Dokument soll für den Zoll die Notwendigkeit der Einfuhr dieser Produkte in das Gebiet der Zollunion als Prüfmuster, die Anzahl der Muster sowie seine Eigenschaften ersichtlich sein.

Wenn ein Produkt die Prüfungen nicht besteht, darf es nicht mit dem EAC Zeichen markiert und auf dem Gebiet der Zollunion verkauft werden. Die Anmerkungen der Zertifizierungsstelle oder des Prüflabors müssen berücksichtigt und die Mängel verbessert oder beseitigt werden. Das Produkt muss dann erneut dem Konformitätsbewertungsverfahren unterzogen werden.

Das Dokument ist bei einer Serienlieferung maximal 3 oder 5 Jahre gültig, je nach den Bestimmungen des jeweiligen technischen Regelwerks. Es ist auch möglich, eine EAC Bescheinigung nur für ein Jahr, für eine einmalige LIeferung oder eine vertragsgebunden Charge zu beantragen.

Auf Wunsch des Herstellers kann ein Zertifikat anstelle einer EAC Deklaration ausgestellt werden. Ein EAC Zertifikat kann jedoch nicht durch eine Deklaration ersetzt werden.

Jedes technische Regelwerk schreibt vor, welche Unterlagen vorgelegt werden müssen. Für TR ZU 004/2011 und TR ZU 020/2011 müssen der technische Pass sowie die Bedienungsanleitung eingereicht werden. TR ZU 010/2011 verlangt hingegen zusätzlich zum Pass und der Bedienungsanleitung noch eine Sicherheitsbetrachtung. Alle Unterlagen müssen auf Russisch oder in der Amtssprache einer der Mitgliedsstaaten sein.

Der technische Pass ist ein Betriebsdokument, das gemäß der Norm GOST 2.001-2013 erstellt wird. Der Pass enthält die wichtigsten Informationen über das Produkt, wie seine technischen Eigenschaften, die Lebensdauer und Lagerungsdauer, die Garantie des Herstellers, Hinweise zur Verpackung, die Reparatur, die Gewährleistung, den Betrieb und die Lagerung sowie die Entsorgung. Der Pass wird von Experten gemäß den Anforderungen der Gost-Norm 2.601-95 und dem entsprechenden technischen Regelwerk verfasst.

Eine EAC Deklaration kann je nach Schema innerhalb von 2-3 Wochen ausgestellt werden. Das Zertifizierungsverfahren hingegen ist komplizierter und langwieriger. Bei einer Bauartzulassung kann man beispielsweise mit circa 8 Monaten rechnen.

Es wird oft gefragt wie viel ein EAC Zertifikat bzw. eine EAC Deklaration kostet. Leider gibt es keine pauschale Antwort auf diese Frage. Es gibt einige Parameter, die die Kosten der EAC Konformitätsbewertung beeinflussen: die Eigenschaften und das Gefahrenpotenzial des Produkts; die angewandten Technischen Regelwerke; die Form der Konformitätsbewertung: EAC Zertifizierung oder EAC Deklarierung; das Schema der Zertifizierung bzw. der Deklarierung; die Anforderungen des Regelwerks; der Grad der Involvierung der akkreditierten Prüfstellen; die Art der Lieferung - Serienproduktion, einmalige Lieferung, vertragsgebundene Chargen Lieferung; andere Zulassungen, die für das Produkt in Frage kommen: Messmittelzulassung, FSB Notifizierung, staatliche Registrierung und FAC Zertifizierung.

Bei der Konformitätsbewertung von Produkten, die einer EAC Zertifizierung unterliegen, sehen die Technischen Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion ein Produktionsaudit vor. Es betrifft vor allem die EAC Zertifizierung bei einer Serienproduktion. Das Audit wird von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle vor Ort durchgeführt. Das Ziel des Audits ist es, festzustellen, ob die Produktionsprozesse die in den Technischen Regelwerken festgelegten Anforderungen erfüllen.

Grundsätzlich ist die Antwort nein. Das Ersetzen des Audits bei einer Serienproduktion durch das Zertifikat ISO 9001 ist nur in den technischen Regelwerken ТR ZU 017/2011 und TR ZU 008/2011 Zertifizierungsschema 2c zulässig.

Inspektionskontrollen sind systematische, sich wiederholende Konformitätsbewertungstätigkeiten, die als Grundlage zur Aufrechterhaltung der Gültigkeit des EAC Zertifikats dienen. Die Inspektionskontrolle ist nur für EAC Zertifikate der Serienlieferung vorgesehen.

Ziel der Inspektionskontrolle ist, zu prüfen, ob die Produkte immer noch den technischen Anforderungen entsprechen, auf deren Grundlage sie vorher erfolgreich zertifiziert wurden. Die Inspektionskontrolle wird gewöhnlicherweise einmal im Jahr durchgeführt. Es gibt planmäßige und außerplanmäßigen Prüfungen.

Der Umfang der Kontrolle ist für jedes Technische Regelwerk anders. Die Inspektionskontrolle kann entweder in Form eines Produktionsaudits oder in Form von Prüfungen der Produktmuster erfolgen.

Die Inspektionskontrolle erfolgt einmal jährlich. Die geplante Inspektionskontrolle wird in der Regel frühestens 6 Monate nach der Ausstellung des EAC Zertifikats durchgeführt. Nach spätestens 12 Monaten ist dann eine erneute Kontrolle erforderlich.

Zunächst muss überprüft werden, ob das Produkt unter die nationalen Regulierungen fällt. Neben den technischen Vorschriften der EAWU gelten in den Mitgliedsländern auch nationale Normen und Regelwerke. Es ist möglich, dass das Produkt, obwohl es nicht EAC zertifizierungspflichtig ist, dennoch ein GOST-R Zertifikat für Russland, ein GOST-K Zertifikat für Kasachstan oder ein STB für Weißrussland benötigt. Mit den nationalen Zertifikat darf jedoch nur in dem jeweiligen Land verkauft werden.

Für die Zollabwicklung empfiehlt sich eine Negativbescheinigung: Sie ist beim Export von Waren nach Russland notwendig, wenn die Produkte weder der obligatorischen GOST Zertifizierung noch der EAC Zertifizierung unterliegen.

Eine Negativbescheinigung für den Zoll ist ein offizielles Schreiben der akkreditierten Zertifizierungsstelle, welches bescheinigt, dass die eingeführten Waren nicht zu der Gruppe von Produkten gehören, die der obligatorischen Zertifizierung unterliegen.

Eine Negativbescheinigung ist immer dann notwendig, wenn eine eindeutige HS-Klassifikation von Waren problematisch ist. In solch einem Fall muss eine Negativbescheinigung vom "VNIIS" vorgelegt werden.

Die Negativbescheinigung ist eine durch Experten der akkreditierten Zertifizierungsstelle ausgestellte, amtliche Erklärung, welche bestätigt, dass die Waren weder der obligatorischen GOST, der TR Zertifizierung noch der EAC Zertifizierung nach den Technischen Regelwerken der Eurasischen Wirtschaftsunion (TR ZU) unterliegen.

Eine solche Bescheinigung ist insbesondere dann erforderlich, wenn Warenklassifizierungen sehr aufwendig sind und keine Klarheit darüber besteht, ob das Produkt der Zertifizierungspflicht unterliegt oder nicht. Außerdem kann eine Negativbescheinigung bei der Einfuhr in das Zollgebiet Russlands von den Zollbeamten verlangt werden.

Die Verantwortung für die Nichteinhaltung der Regeln und Anforderungen der Technischen Vorschriften der Zollunion sowie für den Verkauf von Produkten ohne entsprechende Bestätigung wird durch die nationalen Rechtsakte der Mitgliedsländer der Union festgelegt.
In der Russischen Föderation sind beim Import und Verkauf von Produkten ohne Zertifikat oder Konformitätserklärung Geldbußen vorgesehen.

Das ist das Hauptdokument, das beim Transport von Waren über die Grenze der Zollunion benötigt wird. Die Zollanmeldung enthält Informationen über die Waren und ihren Zollwert. Die Zollanmeldung wird von einem Zollbeamten beglaubigt und dient als Erlaubnis für den Grenzübergang. Waren dürfen ohne Vorlage dieses Dokuments nicht in das Hoheitsgebiet der Zollunion gelangen. Die Zollanmeldung enthält Informationen:

  1. Über den Absender und Empfänger der Ware
  2. über Lieferbedingungen
  3. Über das Herkunftsland der Waren bei der Einfuhr und den Bestimmungsort bei der Ausfuhr
  4. Über den Zollwert der Ware
  5. Über den Transportweg, auf dem die Waren geliefert werden
  6. Über Währung

Gemäß dem Beschluss der Eurasischen Wirtschaftskommission vom 25. Dezember 2012 Nr. 293 sind in der Deklaration / im Zertifikat folgende Daten anzugeben:

  • Informationen über die Zertifizierungsstelle, die das Zertifikat / die Deklaration ausgestellt hat (Name, Adresse, Angaben zur Akkreditierung)
  • Information über den Antragsteller: Name, Adresse, Telefon, E-Mail
  • Information über das Produkt: Name, Typ/Serie/Modell
  • Zolltarifnummer
  • Name des entsprechenden technischen Regelwerks
  • Informationen zu den Dokumenten, auf deren Grundlage die Konformitätsbescheinigung angenommen wurde (Prüfberichte, Zertifikat des Qualitätsmanagementsystems usw.)
  • Zusätzliche Information: Lagerbedingungen, Haltbarkeitsdatum, Verpackung etc.
  • Geltungsdauer der Konformitätsbescheinigung
  • Stempel und Unterschrift vom Experten und Leiter der zertifizierungsstelle
  • In der Deklaration wird noch Name der Geschäftsführer der Antragsteller angegeben
  • Informationen, die nicht auf das Hauptblatt des Dokuments passen (z. B. Niederlassungen oder Produkttypen), können in den Anhängen des Dokuments angegeben werden.

Es gibt 3 Arten der Lieferung:

  1. Serienlieferung: die EAC Deklaration oder das EAC Zertifikat gilt für alle ähnlich hergestellten Produkte gleicher Hersteller. Bei der Serienfertigung ist die Anzahl der importierten Produkte nicht begrenzt.
  2. Chargen Lieferung: Lieferung einer bestimmten Stückzahl, die im Rahmen eines Liefervertrags vorgesehen ist. Es ist eine Sendung von demselben Versender zu demselben Empfänger im Zollgebiet. Die Konformitätsbescheinigung ist gültig bis die Charge realisiert ist. Das Zertifikat oder die Erklärung darf nicht für dieselbe Warenmenge wieder verwendet werden.
  3. Einzellieferung: das Produkt wird einmalig und in einer einzigen Stückzahl in das Gebiet der EAWU geliefert. Gleichzeitig hat der Importeur keine Pläne für die weitere Freigabe dieser Produkte.

In unserem Video erzählen wir, was eine EAC-Zertifizierung ist, wie und wo Sie Ihre Produkte für das Inverkehrbringen in die EAWU zertifizieren oder deklarieren können.

Die EAC-Zertifizierung und die EAC-Deklarierung sind komplexe Verfahren, welche die Konformität ihrer Produktion mit den geltenden technischen Regelwerken bestätigen und viel Fachwissen erfordern. Schmidt & Schmidt bietet Ihnen Unterstützung bei der Zertifizierung für den Markt der Eurasischen Wirtschaftsunion an.

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