Apostille und Legalisation in Marokko

Schmidt & Schmidt bietet die Apostille und Legalisation von Ihren Urkunden aus Marokko an.

Marokko ist dem Haager Übereinkommen zu Befreiung ausländischer öffentlicher Urkunden von der Legalisation 2016 beigetreten. Deutschland erkennt die Mitgliedschaft des Landes jedoch nicht an. Aus diesem Grund müssen marokkanische Urkunden für den Gebrauch in Deutschland von der Botschaft legalisiert werden. Gleiches gilt für deutsche Urkunden, die zur Verwendung in Marokko vorgesehen sind.

Legalisation der Dokumente aus Marokko zur Verwendung in Deutschland

Die Haager Konvention trat zwar zum Jahr 2016 in Marokko in Kraft, gilt aber nicht im Verhältnis zu Deutschland, da Deutschland fristgerecht einen Einspruch nach Art. 12 Abs. 2 des Abkommens einlegte. Die Urkunden müssen zur Verwendung in Deutschland legalisiert werden.Die Legalisation marokkanischer Urkunden für den Gebrauch in Deutschland ist ein langwieriger Prozess.

In der Regel fordern deutsche Behörden die Vorlage marokkanischer Urkunden in legalisierter Form. Voraussetzung für die abschließende Legalisation durch die Botschaft sind die nachstehend im einzelnen erläuterten Vorbeglaubigungen durch marokkanische Behörden.Einfache Bescheinigungen (wie Ledigkeitsbescheinigungen, Wohnortbescheinigung) werden nicht mehr legalisiert.

Je nach Art der Urkunde sind folgende marokkanische Behörden für die erste Vorbeglaubigungen zuständig:

  • Personenstandsurkunde (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunde)
    Gericht 1. Instanz am Ausstellungsort der Urkunde
  • Sonstige Urkunde (z. B. Scheidungsurteil)
    Präsidenten des Gerichts der 1. Instanz am Ausstellungsort der Urkunde

Nach dieser ersten Vorbeglaubigung ist noch die zweite Vorbeglaubigung durch die Außenstelle des Marokkanischen Außenministerium in Rabat oder in Tanger, Nador, Agadir, Beni Mellal erforderlich

Nach der Vorbeglaubigung können die Dokumente von der Deutschen Botschaft in Rabat legalisiert werden. Auch die Honorarkonsuln in Agadir und Casablanca sind befugt, die Legalisation durchzuführen.

Die mit dem Vorbeglaubigungsvermerk des Marokkanischen Außenministeriums versehene Urkunde kann dann schließlich durch die Rechts und Konsularstelle der Botschaft in Rabat legalisiert werden. Auch die Honorarkonsuln in Agadir und Casablanca haben die Befugnis, öffentliche Urkunden, die in ihrem Amtsbezirk erstellt wurden, zu legalisieren.

Sie können sich für die Legalisation auch vertreten lassen (weil Sie sich z. B. bereits in Deutschland aufhalten). Eine Bevollmächtigung ist dazu nicht nötig. Für die Legalisation ist keine Übersetzung der Urkunde in die deutsche Sprache erforderlich.

Legalisation der Dokumente aus Deutschland zur Verwendung in Marokko

Auch deutsche Urkunden müssen vor der Verwendung in Marokko von den marokkanischen Auslandsvertretungen in Deutschland legalisiert werden. Angesichts der Einwände Deutschlands gegen den Beitritt Marokko zum Haager Übereinkommen vom 5. Oktober 1961 zur Abschaffung der Legalisationspflicht für ausländische öffentliche Urkunden (Apostille) findet die Apostille zwischen Marokko und Deutschland keine Anwendung. Im Legalisationsverfahren ist in der Regel zunächst die Vorbeglaubigung der Urkunde durch Behörden des Ausstellungsstaats erforderlich.

Sollen deutsche öffentliche Urkunden im Ausland verwendet werden, so gibt es hierfür die Möglichkeit einer Legalisation der Urkunde. Dies gilt nicht, wenn die Legalisation durch eine völkerrechtliche Vereinbarung ausgeschlossen und ggf. durch eine Apostille ersetzt wird. Ob eine Legalisation erforderlich ist, erfahren Sie von der ausländischen Stelle, bei der die deutsche Urkunde vorgelegt werden soll. Die Legalisation wird von der diplomatischen oder konsularischen Vertretung des betreffenden ausländischen Staates in Deutschland vorgenommen.

Im Legalisationsverfahren ist in der Regel zunächst die Vorbeglaubigung der Urkunde durch Behörden des Ausstellungsstaats erforderlich. In den deutschen Bundesländern ist dafür die Zuständigkeit unterschiedlich geregelt.

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In unserem Video erzählen wir, was konsularische Legalisation ist, und wo man sie beantragen kann. Außerdem berichten wir von den geschichtlichen Hintergründen, und wodurch sich die konsularische Legalisation von der Apostille unterscheidet.

Wenn Sie eine ausländische Urkunde legalisieren möchten, steht Ihnen Schmidt & Schmidt immer bei.

Schmidt & Schmidt bietet Ihnen Legalisation aus mehr als 80 Staaten an.

Legalisation einer Urkunde ist ein Verfahren, infolge dessen die Echtheit der Urkunde geprüft und bestätigt wird. Die beglaubigte Urkunde darf in einem anderen Land rechtmäßig verwendet werden.

Die Legalisation wird benötigt, um die Anerkennung einer Urkunde in einem anderen Land gewährleisten zu können. Diese beglaubigte Urkunde darf dann den Behörden des Ziellandes vorgezeigt werden, und sie wird anerkannt. Die Legalisation bestätigt die Vollmacht, die Echtheit der Unterschrift und den Stempel der Amtsperson, die diese Urkunde ausgestellt hat.

Die Legalisation betrifft nur offizielle und nicht kommerzielle Dokumente.

Es gibt folgende Arten der Beglaubigung von Urkunden:

  • Konsularische Legalisation
  • Apostille (die erleichterte Form der Legalisation)
  • Die Beglaubigung der Dokumente durch die Industrie- und Handelskammer

Die konsularische Legalisation wird für die Länder verwendet, die das Haager Übereinkommen 1961 nicht unterschrieben haben. Das Haager Übereinkommen einführte das Prozedere der Apostillierung.

Die Beglaubigung der Dokumente durch die Industrie- und Handelskammer wird für die Dokumente durchgeführt, die einen kommerziellen Hintergrund haben (Verträge, Rechnungen).

Nein, nicht immer. Die Länder können unter einander spezielle Abkommen schließen, die die gegenseitige Anerkennung von Urkunden ohne weitere Beglaubigung erlauben.

Mit diesen Staaten hat Deutschland zusätzliche bilaterale Abkommen, die für bestimmte Urkunden einen Verzicht auf jede Förmlichkeit einschließlich der Apostille vorsehen:

  • Belgien
  • Dänemark
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Italien
  • Luxemburg
  • Österreich
  • Schweiz
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