Zündgefahrenbewertung für explosionsgeschützte Geräte nach TR ZU, EAC, GOST, Technischer Pass

Für die Einfuhr der Ausrüstung zur Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen nach Russland und in die Eurasische Wirtschaftsunion (EAWU: Russland, Weißrussland/Belarus, Kasachstan, Armenien und Kirgisistan) muss die explosionsgeschützte Ausrüstung (EX Ausrüstung) nach den Normen der EAWU zertifiziert werden. Die EAC EX Zertifizierung eines explosionsgeschützten elektrischen oder nicht elektrischen Geräts wird gemäß dem technischen Regelwerk der Eurasischen Wirtschaftsunion TR ZU 012/2011 Über die Sicherheit der Ausrüstung für den Betrieb in explosionsgefährdeten Bereichen durchgeführt. Im Rahmen der Zertifizierung wird eine Zündgefahrenbewertung für explosionsgeschützte Geräte gefordert.

Die Zündgefahrenbewertung bestätigt, dass die grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen des technischen Regelwerks erfüllt werden. Das technische Regelwerk wurde in Anlehnung an die ATEX Richtlinie 2014/34/EU des Europäischen Parlaments und des Rates zur Harmonisierung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten für Geräte und Schutzsysteme zur bestimmungsgemäßen Verwendung in explosionsgefährdeten Bereichen entwickelt. Die Normen der EU und EAWU sind weitgehend harmonisiert. Die ATEX Zertifizierung befreit jedoch nicht von der Notwendigkeit, die Ausrüstung nach den Standards der Eurasischen Wirtschaftsunion zertifizieren zu lassen.

Die Zündgefahrenbewertung wird entsprechend den Normen GOST 31441.1-2011 (EN 15198: 2007) und GOST R (EN 15198: 2007), GOST 31441.1/2/3/5/6/8-2011, GOST 31438.1-2011 (EN 1127-1: 2007), GOST 31438.2-2011 (EN 1127-2: 2007) erstellt.

Ablauf der Zündgefahrenbewertung

Die Zündgefahrenbewertung wird in vier Arbeitsschritten durchgeführt:

  1. Analyse der Zündgefahren
  2. Bewertung der Zündgefahren
  3. Bestimmung der erforderlichen Maßnahmen
  4. Abschließende Bewertung mit Bestimmung der Gerätekategorie

Analyse der Zündgefahren

In diesem Schritt werden die Zündgefahren und ihre Ursachen analysiert. Im Dokument werden alle potenziellen Zündquellen aufgelistet:

  • heiße Oberflächen des Geräts
  • offenes Feuer im Betriebsbereich
  • heiße Flüssigkeiten und Gase
  • mechanisch erzeugte Funken
  • adiabatische Kompression
  • Stoßwellen
  • exotherme, chemische und Thermit-Reaktionen
  • brennbare Stäube
  • statische Elektrizität

Bewertung der Zündgefahren

In diesem Schritt wird die Wahrscheinlichkeit, dass die potenzielle Zündgefahr zu einer wirksamen Zündquelle werden kann bewertet und eingeschätzt, wie häufig dies auftreten kann.

Bestimmung der erforderlichen Schutzmaßnahmen

Für jede einzelne identifizierte Zündgefahr müssen angemessene Schutzmaßnahmen in Abhängigkeit von zu berücksichtigenden Fehlerzuständen festgelegt und mit notwendigen Nachweisen sowie technischen Dokumentationen belegt werden.

Abschließende Bewertung des Explosionsschutzes

In diesem Schritt wird die Zündgefahr mit Schutzmaßnahmen verglichen und geprüft, ob zusätzliche Schutzmaßnahmen notwendig sind.

Schmidt & Schmidt bietet allumfassende Dienstleistungen im Bereich der technischen Dokumentation für explosionsgeschützte Ausrüstung.

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In unserem Video erzählen wir, was eine EAC-Zertifizierung ist, wie und wo Sie Ihre Produkte für das Inverkehrbringen in die EAWU zertifizieren oder deklarieren können.

Die EAC-Zertifizierung und die EAC-Deklarierung sind komplexe Verfahren, welche die Konformität ihrer Produktion mit den geltenden technischen Regelwerken bestätigen und viel Fachwissen erfordern. Schmidt & Schmidt bietet Ihnen Unterstützung bei der Zertifizierung für den Markt der Eurasischen Wirtschaftsunion an.

Das EAC Zertifikat der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) ist ein offizieller Nachweis dafür, dass die Produkte den harmonisierten technischen Vorschriften, den sogenannten technischen Regelwerken der teilnehmenden Länder der EAWU entsprechen. Die Produkte, deren Konformität mit den technischen Regelwerken durch das Zertifikat der EAWU bescheinigt wird, dürfen im ganzen Zollgebiet der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion frei über die Grenzen bewegt und verkauft werden.

Die EAC Deklaration der Eurasischen Wirtschaftsunion ist ein Nachweis dafür, dass die Produkte den Mindestanforderungen der technischen Regulierung der Eurasischen Wirtschaftsunion (EAWU) entsprechen. Eine EAC Deklaration wird durch den Hersteller, Importeur oder eine bevollmächtigte Person erstellt und in das einheitliche Register eingetragen. Die Produkte, deren Konformität mit den technischen Regelwerken durch die Deklaration bescheinigt wird, dürfen im ganzen Zollgebiet der Mitgliedstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion frei über die Grenzen bewegt und verkauft werden.

Das EAC Zertifikat darf nur nach einer Qualitätsprüfung, welche durch eine unabhängige, in einem Mitgliedstaat der Eurasischen Wirtschaftsunion akkreditierten Zertifizierungsstelle erfolgt, ausgestellt werden. Die Zertifizierung wird auf der Basis von technischen Unterlagen, unternehmensinternen Prüfprotokollen bzw. von akkreditierten Prüflaboren bereitgestellten Prüfprotokollen, sowie gegebenenfalls auf Grundlage eines Produktionsaudits vor Ort durchgeführt. Das Zertifikat wird auf einem amtlichen Vordruck gedruckt, welcher über mehrere fälschungssichere Elemente verfügt und durch die Unterschrift und das Siegel einer akkreditierten Stelle beglaubigt wird. Das EAC Zertifikat wird in der Regel für "komplexe" Produkte ausgestellt, die eine aufwendigere Kontrolle durch die Aufsichtsbehörden erfordern.


Die EAC Deklaration ist eine Konformitätserklärung des Herstellers, Importeurs oder bevollmächtigten Vertreters darüber, dass das Produkt den Mindestanforderungen der technischen Regelwerke der Eurasischen Wirtschaftsunion entspricht. Im Unterschied zum EAC Zertifikat wird die EAC Deklaration vom Hersteller bzw. Importeur angefertigt. Alle notwendigen Prüfungen und Analysen werden entweder vom Hersteller oder in einigen Fällen vom Labor durchgeführt. Der Antragsteller stellt die EAC Deklaration selbst auf einem normalen Blatt Papier aus. Die EAC Deklaration muss von dem bevollmächtigten Vertreter oder einer akkreditierten Zertifizierungsstelle eines Mitgliedstaats der Eurasischen Wirtschaftsunion in das einheitliche Register der EAWU eingetragen werden.

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