Internationale Postdienste setzen die Zustellung in Länder des Nahen Ostens aus oder schränken sie ein, und Juristen stellen Probleme bei der Legalisierung von Dokumenten fest. Dies sollte bei der Planung aktueller Angelegenheiten berücksichtigt werden.
Was passiert mit Postsendungen im Nahen Osten
(US-Postdienst) hat im März 2026 die Annahme von Sendungen in bestimmte Zielländer eingestellt „aufgrund unzureichender Transportkapazitäten oder Störungen im Betrieb der innerstaatlichen Dienste“. USPS bittet seine Kunden, vorerst auf den Versand von Briefen und Paketen in die folgenden Länder zu verzichten:
- Bahrain;
- Eritrea;
- Iran;
- Irak;
- Israel;
- Kuwait;
- Libanon;
- Pakistan;
- Katar;
- Saudi-Arabien;
- Seychellen;
- Syrien;
- VAE.
Es gelten weiterhin die zuvor eingeführten Einschränkungen für Afghanistan, Belarus, Bhutan, Brasilien, Kuba, Haiti, Niue, Russland, Sudan, Südsudan, Turkmenistan, die Ukraine, Venezuela und Jemen.
Das Unternehmen CEP-Research berichtete, dass die Postdienste Polens, Litauens und Estlands den Versand von Paketen und Briefen in Länder des Nahen Ostens ausgesetzt haben. Die Postdienste Kroatiens und Sloweniens informierten ihre Kunden zudem über mögliche Verzögerungen bei Lieferungen in diese Region.
Das Unternehmen DHL erklärte, dass „die Eskalation der Krise alle Arten von Logistikdienstleistungen betrifft“, da die zunehmenden Angriffe auf Energieanlagen, Flughäfen und Häfen „zu wachsender Instabilität im Luft-, See- und Straßentransport führen“.
Die Kapazität der Fluggesellschaften der VAE beträgt derzeit nur 43 % des Vorkriegsniveaus, die Straße von Hormus ist geschlossen, und im Hafen von Khor Fakkan kommt es aktuell zu Liegeverzögerungen von mehr als 10 Tagen.
Die Prognosen von DHL zur weiteren Entwicklung der Situation sind ungünstig:
Es wird erwartet, dass lange Warteschlangen, ungünstige Wetterbedingungen, Treibstoffmangel und ein sprunghaft ansteigender Bedarf in den kommenden Tagen zu einer weiteren Verschärfung der Engpässe und zu steigenden Transporttarifen in allen Bereichen führen werden.
Dabei betonte DHL, dass das Unternehmen „fest entschlossen“ ist, die logistischen Bedürfnisse seiner Kunden zu erfüllen, jedoch die weitere Entwicklung der Situation aufmerksam beobachten und entsprechend auf Veränderungen reagieren wird.
Angesichts der komplexen militärisch-politischen Lage im Nahen Osten sollte die Möglichkeit von Verzögerungen oder Beschädigungen von Fracht und Post im Voraus berücksichtigt werden.
Wie ist die Situation bei der Legalisierung von Dokumenten im Nahen Osten
Experten berichten über Risiken für Unternehmen, die im Zusammenhang mit der Krise im Nahen Osten entstanden sind. Laut Einschätzungen der Experten der Veröffentlichung drohen für kommerzielle Unternehmen Vertragsverletzungen und Störungen in den Lieferketten. Dabei hängt eine Haftungsbefreiung in hohem Maße von den Bedingungen des jeweiligen Vertrags im Einzelfall ab.
Juristen empfehlen, derzeit in Verträge eine spezielle Force-Majeure-Klausel aufzunehmen, die die Rechtsverhältnisse in der aktuellen Situation regelt.
Zu den möglichen Risiken zählen Experten die Behinderung des Schiffsverkehrs, die Überarbeitung von Versicherungsbedingungen, Probleme mit Zahlungen und administrativen Verfahren, Verstöße gegen arbeitsrechtliche Vorschriften sowie Investitionsstreitigkeiten.
Analysten lenken die Aufmerksamkeit von Unternehmen gesondert auf das Verfahren der konsularischen Legalisation. Einer der wichtigsten Partner russischer Unternehmen im Nahen Osten sind die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die VAE gehören nicht zu den Staaten, die dem Apostille-Übereinkommen beigetreten sind. Daher ist es erforderlich, zur Beglaubigung von Dokumenten auf ihrem Staatsgebiet ein komplexes und langwieriges mehrstufiges Verfahren der konsularischen Legalisation durchzuführen.
Im Rahmen dieses Verfahrens in den VAE ist Folgendes erforderlich:
- Zu prüfen, ob das Dokument den Stempel der zuständigen Behörde sowie die Unterschrift eines bevollmächtigten Amtsträgers enthält;
- Das Dokument bei der zuständigen Stelle des Außenministeriums der VAE beglaubigen zu lassen (die Einreichung kann direkt beim Ministerium oder über Legalisierungszentren bei Handelskammern und anderen befugten Einrichtungen erfolgen);
- Eine offizielle Übersetzung des Dokuments ins Russische anzufertigen (für die Verwendung in der Russischen Föderation);
- Das Dokument im Konsulat Russlands in den VAE legalisieren zu lassen.
Derzeit stellen Experten Schwierigkeiten bei der Legalisierung von Dokumenten in der Phase ihrer Beglaubigung durch das Außenministerium fest. Dies sollte bei der Planung von Transaktionen, notariellen Handlungen und Verfahren im Zusammenhang mit Änderungen des Personenstands berücksichtigt werden.
Was ist konsularische Legalisation?
In unserem Video erzählen wir, was konsularische Legalisation ist, und wo man sie beantragen kann. Außerdem berichten wir von den geschichtlichen Hintergründen, und wodurch sich die konsularische Legalisation von der Apostille unterscheidet.
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Weitere Informationen zum Verfahren der Dokumentenlegalisation finden Sie auf unserer Website.