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Russische Logistikbranche in der Krise

Russische Logistikbranche

Dem Rosstat - dem russischen Statistikamt zufolge sank im Jahr 2015 der gesamte Warenumsatz in Russland um 0,5% auf 4,1862 Milliarden Tonnenkilometer. In den ersten 10 Monaten des Jahres 2015 verringerte sich der Warenumsatz im Straßengüterverkehr um 6% auf 190,5 Milliarden Tonnenkilometer. Der Warenumsatz der Binnenschifffahrt reduzierte sich um 15% auf 56,8 Milliarden Tonnenkilometer.

Zur gleichen Zeit stieg der einen Frachtenumsatz von russischen Seehäfen um 3,0% - bis zu 608,9 Millionen Tonnen.

Der Grund dafür ist vor allem der Rückgang der Wareneinfuhren in Russland aus dem Ausland als Folge der Wirtschaftssanktionen und der Rubelabwertung. Nach Angaben des russischen Zolldiensts ging der Wert der Einfuhren in Russland aus Drittlandsgebiet um 37,1% zurück und liegt zurzeit auf 146,77 Mrd. USD.

Der Straßengüterverkehr wurde besonders hart von der Logistikkriese betroffen. Am Ende des Jahres 2015 ist ein Rückgang des gewerblichen Straßengüterverkehr um 20% (im internationalen Segment 30%) zu erwarten, was auch zum drastischen Anstieg der ohnehin schwierigen Wettbewerbssituation führ. Der Anteil der unrentablen Unternehmen in der Logistikbranche liegt bereit über 50% und die Rentabilität geht weiter zurück.

Trotzdem nimmt die steuerliche Belastung der Straßenverkehrsunternehmen in Russland zu. Es wurden die Maut auf Bundesstraßen für Lkws über 12 Tonnen eingeführt und die Beitragssätze zu Kfz-Haftpflichtversicherung bis zu zwei Mal erhöht.

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