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Die OECD hat den internationalen Austausch „anti-Geldwäsche“-relevanter Informationen über Immobilien initiiert


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Die OECD hat den internationalen Austausch „anti-Geldwäsche“-relevanter Informationen über Immobilien initiiert

Die Mehrheit der Mitglieder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat sich auf die Schaffung einer Struktur zur Zusammenarbeit beim Austausch von Informationen über Immobilien geeinigt. Darüber berichtet das offizielle Portal der OECD.

Wie ein System zum internationalen Austausch von Immobilieninformationen entsteht

Vertreter der Gruppe von 26 OECD-Mitgliedstaaten und -Jurisdiktionen gaben am 4. Dezember 2025 eine gemeinsame Erklärung zum internationalen Austausch von Immobilieninformationen ab.

Die Verfasser der Erklärung betonten, dass die internationale steuerliche Zusammenarbeit in den letzten Jahren weltweit stark intensiviert wurde, insbesondere durch den Austausch fiskalischer Informationen. Dies zielt darauf ab, die Einhaltung der Steuergesetzgebung in Offshore-Zonen sicherzustellen und Versuche zu überwinden, Finanzberichte zu verschleiern.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Tätigkeit ist die Gewährleistung von Transparenz durch den automatischen Austausch von Informationen über Finanz- und Krypto-Assets, unter anderem unter Verwendung des einheitlichen Berichtsstandards und des Rahmenprogramms für Berichterstattung über Krypto-Assets.

Dennoch fehlt laut den Verfassern der Erklärung trotz unbestrittener Erfolge im Bereich des automatischen Austauschs fiskalischer Informationen bisher ein Mechanismus, der es den Jurisdiktionen ermöglicht, Informationen über nicht-finanzielle Vermögenswerte, insbesondere über Immobilien, auszutauschen.

Sie betonten, dass Eigentumsrechte an Immobilien und Transaktionen damit häufig grenzüberschreitend erfolgen. Daher sei es ihrer Ansicht nach notwendig, Mechanismen zu verbessern, die den Steuerbehörden den Zugang zu entsprechenden Informationen ermöglichen.

Die OECD-Mitglieder sind der Ansicht, dass heute ein internationales System zum Austausch sowohl von Informationen über die Immobilien selbst als auch über die daraus erzielten Einkünfte geschaffen werden muss. In diesem Zusammenhang wurde das multilaterale Abkommen der zuständigen Behörden über den automatischen Austausch leicht zugänglicher Informationen über Immobilien (Multilateral Competent Authority Agreement on Automatic Exchange of Readily Available Information on Immovable Property — IPI MCAA) geschlossen. Der Text des Dokuments wurde im Rahmen der Arbeit der OECD entwickelt.

Wie die Verfasser der Erklärung betonen, ist die breite Umsetzung der im Abkommen festgelegten Praktiken ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung der steuerlichen Transparenz in Bezug auf nicht-finanzielle Vermögenswerte.

Dies wird unsere Fähigkeit stärken, die Einhaltung der Steuergesetzgebung zu überwachen und sicherzustellen sowie Steuerhinterziehung zu bekämpfen, die staatliche Einnahmen untergräbt und die Steuerlast unfair auf rechtschaffene Steuerzahler verlagert.

— heißt es in der Erklärung.

Die Verfahren zum Informationsaustausch werden schrittweise eingeführt. Das System soll voraussichtlich ab etwa 2029 oder 2030 vollständig funktionsfähig sein.

Die Verfasser der Erklärung rufen andere Länder auf, sich ebenfalls an dieser Initiative zu beteiligen, im Rahmen kollektiver Anstrengungen „zur Förderung von Transparenz, Fairness und Effizienz in der globalen Besteuerung“.

Ursprünglich waren die Initiatoren der Einführung des neuen Systems Belgien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Island, Irland, Italien, Korea, Litauen, Malta, Neuseeland, Norwegen, Peru, Portugal, Rumänien, Slowenien, Südafrika, Spanien, Schweden, Großbritannien und Gibraltar. Später trat Indonesien bei. Heute sind insgesamt 38 Staaten Mitglied der OECD.

Warum ein neues internationales System zum Austausch von Immobilieninformationen benötigt wird

Die OECD hat eine Erklärung zur Unterstützung der Initiative ihrer Mitglieder abgegeben und betont, dass sie die Absicht begrüßt, ein neues internationales System zum automatischen Austausch von Informationen über Offshore-Immobilien einzuführen.

Dieses Ereignis markiert eine bedeutende Erweiterung der globalen Steuertransparenz, indem die automatische Berichterstattung nicht nur auf Finanzkonten und Krypto-Assets, sondern auch auf Immobilien, Transaktionen und die damit verbundenen Einkünfte ausgeweitet wird.

— heißt es in der Erklärung der Organisation.

Das neue System basiert auf der bereits etablierten Architektur der OECD für den automatischen Informationsaustausch über Finanzkonten, Krypto-Assets und Transaktionen auf digitalen Plattformen. Die Organisation betont, dass damit eine langjährige Lücke in der grenzüberschreitenden Steuerberichterstattung geschlossen wird. Das System wird zunächst Informationen über Eigentümer, Immobilienwerte, damit verbundene Transaktionen und Mieteinnahmen enthalten.

Dieses Engagement von 26 Jurisdiktionen stellt einen wichtigen Schritt vorwärts in unseren kollektiven Bemühungen dar, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die Transparenz in der globalen Besteuerung zu erhöhen… Indem der automatische Austausch auf Immobilien ausgeweitet wird, tragen die Jurisdiktionen dazu bei, Licht auf einen Bereich zu werfen, der historisch intransparent und für die Steuerbehörden in Bezug auf grenzüberschreitende Kontrollen schwer zugänglich war. Wir freuen uns darauf, in Zukunft weitere interessierte Jurisdiktionen in dieser wichtigen Initiative willkommen zu heißen und so zu einem stärkeren und transparenteren internationalen Steuersystem beizutragen.

— erklärte Manal Corwin, Direktorin des OECD-Zentrums für Steuerpolitik und Verwaltung.

Die Praxis, Vermögen und Unternehmen im Ausland zu verschleiern, besteht seit der Antike. Für Kaufleute war dies ein Mittel zur Steuervermeidung oder zum Schutz vor Kriminellen, für Kriminelle und Korruptionsakteure ein Instrument zur Geldwäsche.

Etwa seit Mitte des 20. Jahrhunderts begannen die Regierungen entwickelter Länder, Maßnahmen zur Kontrolle der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen zu ergreifen, um eine effektive Besteuerung sicherzustellen. Vor dem Hintergrund der Dekolonisation begannen viele junge unabhängige Staaten und autonom gewordene überseeische Gebiete europäischer Mächte aufgrund schwieriger wirtschaftlicher Lage, Unternehmen Offshore-Dienstleistungen anzubieten.

Sie erlaubten es Geschäftsleuten aus entwickelten oder rohstoffreichen Ländern, Unternehmen unter Bedingungen einer Null- oder Minimalbesteuerung zu registrieren, sofern standardisierte Registrierungsgebühren und Abgaben entrichtet wurden.

Gleichzeitig schützten Offshore-Jurisdiktionen streng das Unternehmens- und Finanzgeheimnis und verweigerten es, den Behörden der Staaten, in deren Hoheitsgebiet die Unternehmen tatsächlich tätig waren, Informationen über deren wirtschaftlich Berechtigte zur Verfügung zu stellen. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts entfaltete sich jedoch im Rahmen der Vereinten Nationen, der OECD und anderer Organisationen eine intensive Tätigkeit zur Bekämpfung der Geldwäsche und zur Gewährleistung finanzieller Transparenz auf internationaler Ebene.

Aufgrund der Gefahr von Sanktionen oder der Aufnahme in „schwarze“ und „graue“ Listen sahen sich viele Offshore-Zentren gezwungen, das Unternehmensgeheimnis einzuschränken, Angaben über die wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen sowie über deren Transaktionen offenzulegen. Eine „Nische“ für diejenigen, die versuchten, ihre Vermögenswerte zu verbergen, blieb jedoch die Immobilie.

Sie ermöglichte es, hochwertige Objekte hinter sogenannten Briefkastenfirmen zu „verstecken“ und ein für die Finanzaufsicht schwer erkennbares Geschäft zu betreiben, indem Immobilien vermietet wurden. Sollte das von der OECD geschaffene neue System zum Informationsaustausch eine breite Verbreitung finden, wird es deutlich schwieriger werden, Daten über „schattenhafte“ Einkünfte zu verbergen.

Was ist ein Grundbuch?

In unserem Video erklären wir was ein Grundbuch oder Immobilienregister ist, welchem Zweck es dient, welche Informationen darin enthalten sind und wie es in Gerichtsverfahren verwendet werden kann.

Schmidt & Schmidt unterstützt Sie gerne bei der Überprüfung der unbeweglichen Besitztümer einer anderen Person oder Firma.

Wir bieten Auszüge aus dem Grundbuch von mehr als 60 Ländern weltweit. Wir können Ihnen den Auszug als PDF-Datei per E-Mail oder als Original per Post schicken. Außerdem bieten wir die Legalisierung von Grundbuchauszügen per Apostille an.

Wie können wir Ihnen helfen?

Wenn Sie Informationen über die Existenz einer Immobilie und deren Eigentümer im Ausland benötigen, sind die Dienstleistungen von Schmidt & Schmidt unverzichtbar. Bei uns können Sie Auszüge aus den Grundbüchern von über 100 Ländern anfordern, einschließlich Angaben zu Eigentümern und Transaktionshistorie.


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Über diesen Artikel

Polina Kalacheva
Polina Kalacheva
Intern
OECDAuszug aus ausländischem GrundbuchGeldwäschebekämpfung
11. Dezember 2025

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