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Russland und Deutschland verlieren ihre Positionen im AML-Ranking

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Russland und Deutschland verlieren ihre Positionen in der AML-Ranking

Am 23. Juli 2020 legte das Basel Institute on Governance seinen Jahresbericht zum Thema "Ranking der Geldwäscherei- und Terrorismusfinanzierungsrisiken weltweit" vor. Dies ist die neunte öffentliche Ausgabe des Basler AML-Index. Der AML Index Basel ist ein unabhängiges, forschungsbasiertes jährliches Rating, das die Risiken der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung weltweit bewertet.

Seit 2012 basieren die Risikobewertungen auf Daten aus öffentlich zugänglichen Quellen wie der Financial Action Task Force (FATF), Transparency International, der Weltbank und dem Weltwirtschaftsforum.

Die Risikobewertung umfasst fünf Bereiche:
1. Qualität des Systems zur Bekämpfung der Geldwäscherei (anti-money laundering, AML) / Bekämpfung der Finanzierung des Terrorismus (countering the financing of terrorism, CTF);
2. Bestechung und Korruption;
3. finanzielle Transparenz und Standards;
4. öffentliche Transparenz und Rechenschaftspflicht;
5. rechtliche und politische Risiken.

Der durchschnittliche ML/TF-Risikowert aller 141 Länder liegt bei 5,22 von 10, wobei 10 dem maximalen Risiko entspricht. Die Skala beginnt mit Afghanistan (8,16) und endet mit Estland mit einem Gewinnscore von 2,36.

Die EU und Westeuropa zeigten ein allgemein niedrigeres Risiko (4,01) als der weltweite Durchschnitt. Die Qualität der Rahmenbedingungen für die Bekämpfung der Geldwäsche und der Terrorismusfinanzierung wird als das größte Defizit eingeschätzt. Dem Bericht zufolge könnte dies darauf hindeuten, dass die AML/CFT in Europa nicht die gleiche Priorität hat wie andere im Index erfasste Rechenschafts- und Transparenzfaktoren. In Europa seien Belgien, Zypern, Malta, die Niederlande, Spanien und das Vereinigte Königreich von den USA als wichtigste Geldwäscheziele genannt.

Deutschland rangiert im Jahr 2020 mit einer Punktzahl von 4,42 auf Platz 107, nachdem es in der globalen Bewertung um 8 Punkte gesunken ist, was größtenteils auf den neuesten Wirecard-Skandal zurückzuführen ist. 2019 lag es mit einer Punktzahl von 4,49 auf Platz 98. Die Schweiz liegt auf Platz 93 und Österreich auf Platz 109 unter 141 Ländern weltweit. Im Jahr 2020 lag Russland mit 5,51 Punkten auf Platz 52 der Weltrangliste, nachdem es im Vergleich zu 2019 um 4 Punkte abgestiegen war. Dieser Rückgang spiegelt eine signifikante Anzahl von Geldwäscheskandalen im Zusammenhang mit der Freigabe des so genannten "russischen Geldes" wider, das 2019 auf den Finanzmärkten der europäischen Länder registriert wurde.

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Über diesen Artikel

Anna Khan

Anna Khan

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WirtschaftWeltrang
1. September 2020

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